Donnerstag, 30. März 2017

An den Kragen, oder: Thai-Möhren-Salat mit Kokosmilch, Koriander und Sesam

Es ist schon eine Weile her, dass ich von einer gelesen habe, wie sie vor ihrem Kleiderschrank stand und feststellte, dass der erwachsen geworden ist. Weil es neben Ringelshirt, Jeans und Sneakers auf einmal Dinge gab wie Blusen. Slipper. Vielleicht sogar einen richtig guten Rock.

Ich habe damals gelächelt über ihren Text. Als könne es je etwas geben, das besser kleidet als Ringelshirt (resp. Sweatjacke) und Jeans, habe ich gedacht. Was natürlich nach wie vor stimmt.
Wenn da die Sache mit den Blusen nicht wären. Blusen mit-ohne Kragen. Blusen mit Dingen, die so überhaupt nicht blusig sind – wie die vielen bunten Punkte, bunten Knöpfe.

Blusen, die nach Wiederholung schreien wie dieser Salat – den es hier tatsächlich nicht zum ersten Mal gibt. Weil er so eigenständig und erwachsen ist, dass man ihn prima allein auf den Tisch stellen kann, das hält er gut aus. Weil er sich aber auch hervorragend mit einem Stück Fisch oder Tofu verträgt (darum eng verwandt mit diesem).




Donnerstag, 23. März 2017

Einkaufsliste, umgekehrt, oder: Momofuku Leftover Pretzel Cake

Und plötzlich war da alles doppelt: Zwei Siebe, zwei Brotmesser, zwei Käsedrähte. Zweimal Stärke, zweimal Zucker, zweimal Öl. Ich nahm mir also einen Zettel und einen Stift und schrieb all die Dinge auf, die wir so schnell nicht würden kaufen müssen – eine Art umgekehrter Einkaufszettel.
Dann begann ich zu googlen.

Bei diesem Kuchen habe ich lediglich die Süße europäisiert und festgestellt, dass er sicher auch die anderthalbfache bis doppelte Menge Frosting verträgt. Vielleicht hielte dann alles noch besser zusammen.
Geschmacklich gibt es nichts zu kritteln – ein sehr, sehr feiner Mix aus salzig und süß ist das.

Dabei hatten wir die Salzstangerl gar nicht zweimal – dafür noch genau 235 Gramm.