Donnerstag, 13. April 2017

Vorratsschrankquartett: Kartoffeln in Gewürz-Sahnelinsen

Das mit der umgekehrten Einkaufsliste funktioniert für mich ziemlich gut. Essensplanung fühlt sich so ein bisschen an wie Quartettspielen: Das Rezept mit den meisten Treffern im Vorratsschrank sticht.

Dieses zum Beispiel: Pi mal Auge umgerechnet auf drei Portionen (= zwei für sofort und eine für ein bequemes Mittagessen) verschwanden Linsen, Sahne, Brühe, Ingwer und Koriander komplett.

Doof halt, wenn so ein Joker so schmeckt, dass man die Vorräte SOFORT wieder aufstocken muss...

Parole: Nachkochen, so lange es dafür noch nicht zu warm ist!

Donnerstag, 30. März 2017

An den Kragen, oder: Thai-Möhren-Salat mit Kokosmilch, Koriander und Sesam

Es ist schon eine Weile her, dass ich von einer gelesen habe, wie sie vor ihrem Kleiderschrank stand und feststellte, dass der erwachsen geworden ist. Weil es neben Ringelshirt, Jeans und Sneakers auf einmal Dinge gab wie Blusen. Slipper. Vielleicht sogar einen richtig guten Rock.

Ich habe damals gelächelt über ihren Text. Als könne es je etwas geben, das besser kleidet als Ringelshirt (resp. Sweatjacke) und Jeans, habe ich gedacht. Was natürlich nach wie vor stimmt.
Wenn da die Sache mit den Blusen nicht wären. Blusen mit-ohne Kragen. Blusen mit Dingen, die so überhaupt nicht blusig sind – wie die vielen bunten Punkte, bunten Knöpfe.

Blusen, die nach Wiederholung schreien wie dieser Salat – den es hier tatsächlich nicht zum ersten Mal gibt. Weil er so eigenständig und erwachsen ist, dass man ihn prima allein auf den Tisch stellen kann, das hält er gut aus. Weil er sich aber auch hervorragend mit einem Stück Fisch oder Tofu verträgt (darum eng verwandt mit diesem).




Donnerstag, 23. März 2017

Einkaufsliste, umgekehrt, oder: Momofuku Leftover Pretzel Cake

Und plötzlich war da alles doppelt: Zwei Siebe, zwei Brotmesser, zwei Käsedrähte. Zweimal Stärke, zweimal Zucker, zweimal Öl. Ich nahm mir also einen Zettel und einen Stift und schrieb all die Dinge auf, die wir so schnell nicht würden kaufen müssen – eine Art umgekehrter Einkaufszettel.
Dann begann ich zu googlen.

Bei diesem Kuchen habe ich lediglich die Süße europäisiert und festgestellt, dass er sicher auch die anderthalbfache bis doppelte Menge Frosting verträgt. Vielleicht hielte dann alles noch besser zusammen.
Geschmacklich gibt es nichts zu kritteln – ein sehr, sehr feiner Mix aus salzig und süß ist das.

Dabei hatten wir die Salzstangerl gar nicht zweimal – dafür noch genau 235 Gramm.

Montag, 6. Februar 2017

Bagel business: Egg Bagels & Sourdough Bagels

Ich weiß nicht, wo das herkommt. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum Bagels, diese Brötchen mit Loch, auf mich so einen Reiz ausüben. Einen Reiz wie grobporige Krumen, Teigtaschen, oder die Rezepte von Mandy Lee/Lady and Pups.

Vielleicht muss man das einfach so hinnehmen. Das – und die inzwischen eine erkleckliche Sammlung an Ausprägungen: Da wären die klassischen Plain Bagels mit Übernachtgare nach Hefe und mehr, die kernigen Bran Bagels mit Haferkleie oder die dunklen Pumpernickel Bagels.

Zwei wichtige Neuzugänge gibt es seit diesem Wochenende – namentlich „Egg“ bzw. „Sourdough“. Letztere sind Tribut an meinen Ehrgeiz, Gebäcke mit nichts als Wasser, Mehl und Salz zu treiben; erstere – bekannt aus letztjährigem Synchronbageln – huldigen einer zweiten großen und unerklärlichen Liebe: der zu Eiern.

Sonntag, 1. Januar 2017

Ausschuss: Was vom Feste übrig blieb.


Vielleicht ist es eine Frage von Inkonsequenz. Dass ich diesen Blog, der ganz offensichtlich nicht mehr so funktioniert wie noch vor ein, zwei Jahren nicht einfach Blog sein lasse. Tschüß, war schön mit dir – à plus.

Am Anfang, als alles noch toll und neu und aufregend war – wie Anfänge eben so sind – hatten Gedanken um das, was ich der Welt hier feilbot, keinen Platz. Banales wie Grießbrei kam da gleich nach kruden Quicheböden aus Linsenteig und den drölfzigtausend Dingen, die bei Foodgawker und Pinterest „NACHMACHEN!“ schrien. USP, Mehrwert – wozu?