Donnerstag, 31. Dezember 2015

Reset: Räucherfisch auf roten Sahnelinsen


Das Gefühl, wenn man den angerichteten Teller nicht auf den Tisch stellt, sondern an den einzigen Platz der Wohnung, der winterabends einigermaßen ausgeleuchtet ist. Es fühlt sich merkwürdig an – wenn man (wieder) weiß, dass es auch anders geht. Dass man diesen Teller einfach direkt servieren kann – davon essen, ohne sich Gedanken über seine Präsentierbarkeit zu machen. Das Essen Essen sein lassen – einen Geschmack (respektive Geschmäcker), eine Konsinstenz, schnöde Bedürfnisbefriedigung.

Ortswechsel bergen für mich viel mehr als Jahreswechsel das Potential, den Blickwinkel zu wechseln. Neu und anders anzufangen. Weil die alten Wege, Routinen, Sichtweisen nicht mehr funktionieren. Man an dem anderen, neuen Ort neue und andere Arten und Weisen finden muss, Dinge zu tun oder zu lassen. Und sich manches dabei von selbst überholt.

Linsen, zum Jahreswechsel verzehrt, sagt man die Sicherung von Wohlstand nach. Uns haben sie in erster Linie geschmeckt.

Let's see what happens.