Montag, 18. August 2014

Zufallsbekanntschaft: Grießnocken auf Erbsen und Kochsalat


Von Kochsalat hatte ich nie gehört. In meinem Kühlschrank lag ein stinknormaler und harrte schon etwas missmutig seiner Verwendung. Missmutig war ich auch: Das Außenthermometer  klemmt seit Tagen bei 15°C, die Wetterkarte verheißt kaum Besserung und meine Lust auf sommerlich-leichtes Grünzeug macht Urlaub im Süden.

Ich nehme also an, dass es kein Zufall war, als ich auf der Suche nach einem schnellen warmen Essen Katharina SeisersÖsterreich vegetarisch“* an genau der Stelle aufschlug, an der es um – richtig – Kochsalat ging.

Dass man Salat, wie das meiste andere Grünzeug auch, ganz ohne Probleme erhitzen kann, wusste ich aus anderen Projekten. Wikipedia erklärte mir, dass man Kochsalat hierzulande auch als Römersalat kennt. Ha! Die Vorsilbe passte, ich angelte ein Päckchen Erbsen aus dem Gefrierfach. Grieß ist sowieso immer da und Milch schon aus Prinzip. Fehlte bloß noch ein bisschen Zeit.

Die gab es gestern: Zitrone und Erbsen sind ja ohnehin gute Freunde und zusammen mit gekochtem Salat und Sauerrahm bzw. Joghurt richtig rund. Die Grieß-Milchkombination liefert den Wohlfühlfaktor und eignet sich obendrein bestens, um auch den letzten Klecks Sauce aufzuwischen.

Samstag, 9. August 2014

Fehlerbehebung: New York Cheesecake

Den besten, wirklich allerbesten Cheesecake gibt es in New York. Leider weiß ich bloß nicht genau, wo. Die Gelegenheit nämlich, die mich dort von allen Käsekuchen-Traumata heilte und zur treuen Cheesecake-Anhängerin machte, war eine offizielle – mit Butlern und Catering und allem Zipp und Zapp. Vor lauter spontaner Frischkäsekuchenliebe habe ich da bloß vergessen zu fragen, wer sich für all das verantwortlich zeichnet.
Böser Fehler.

Seither bin ich auf der Suche. Nach dem, dem einen Cheesecake-Rezept. Das, so viel ist sicher, vollfetten Frischkäse enthält und garantiert auch Sauerrahm. Dummerweise sind das eben nur zwei von ungefähr zehn verschiedenen Komponenten, deren möglicherweise hochkomplexes Mischungsverhältnis sich damit leider längst noch nicht erklärt. Zumal das Ganze als Würfel gereicht wurde, hübsch am Stiel und unter herrlichem Schokoladenüberzug. Als wäre die Sache so nicht schon ärgerlich genug.

Aber: Wir lernen bekanntlich (irgendwann) aus Fehlern. Weshalb ich diese Version zu meiner Arbeitsgrundlage erkoren habe und für diesen Zweck tatsächlich als sehr brauchbar befunden. Der Boden wehrt sich noch ein bisschen, und dem Belag-Geschmack fehlt noch ein Mü Präzision. Aber für ein kurzes, schnelles Lebenszeichen reicht das allemal. Und danke, Eva, danke, Petra, für diesen sehr schönen Anlass.