Montag, 16. September 2013

So 'ne Art Frankfurter Kranz mit noch was drin: Momofuku Birthday Layer Cake


„Da hat gerade eine Deinen Kuchen 'Frankfurter Kranz mit noch was drin' genannt“, sagt Kati und stellt sich zu uns auf die Wiese.
Frankfurter Kranz?! Empört reiße ich den Mund auf. Neben mir grinst der Kerl.
„Das ist kein popeliger Frankfurter Kranz!“, nöle ich und gucke böse. „Das ist ein Momufuku Birthday Layer Cake... und was bitteschön gibt es da zu lachen?!“

Das Grinsen passt leider nicht mehr auf das Kerlegesicht, so sehr schüttelt es ihn, und ich gucke gleich noch ein bisschen böser. Banausen – ein ganzer Garten voll!
Stunden steht man in der Küche, die Augen fest auf die Digitalanzeige geheftet, um den Mixer ja keine Millionstelsekunde zu früh aus der Schüssel ziehen! Masse für Masse rührt und rührt man, hockt dann wie ein Luchs vorm Ofenfenster, dass nicht ein Quadratmillimeter zu braun oder fest oder weißgottwas wird! Und dann... Frankfurter-Kranz-mit-noch-was-drin! Ich glaube, es hackt!

Donnerstag, 12. September 2013

Unter die Haut: Koriander-Brathähnchen mit Kokossauce


Das Messer war silbrig-grau und scharf. Ich hielt es in meiner rechten Hand, während mein Blick auf jenem Vogel ruhte, der vor mir auf der Arbeitsplatte lag – unschlüssig, was zu tun sei.
Das heißt, nein: Wie es zu tun sei. Denn über das Was – sein möglichst fachgerechtes Zerlegen – bestand kein Zweifel.

Ich warf einen Blick über die Schulter zum Kerl, der freundlich zurückschaute – auf meine Frage, wie man das denn bitte anstellt, mit diesem Tier und seiner Tranchierung, allerdings auch keine Antwort wusste.
Ich wandte mich wieder dem Huhn zu – übrigens ein ausgemachtes Prachtexemplar von güldener Bräune und einem ganz unverschämt guten Duft –, dass sich seinerseits darüber ausschwieg, wie das Messer anzusetzen sei und wo. Tja, blöd, ne, alte Teilzeit-Carnivore...?

„Nun“, dachte ich also, „gut“, und wog das Messer in der Hand. „Wird schon so schwer nicht sein“, und visierte mit der Klinge einen der beiden Schenkel an (Die bei uns übrigens „Bollen“ heißen, aber das nur am Rande) – Ruck.
Ha! Das war ja einfach! Der zweite: Ruck! Haha!

Triumphierend schwenkte ich meine Beute in Richtung Kerl, der ermunternd nickte, derweil der Bratensaft lief und lief, dass es eine Freude war.

An dieser Stelle... blenden wir aus. Denn alles, was dann kam, war... nun: eigenwillig.