Donnerstag, 30. Mai 2013

Von Lerchen und Eulen und einer kleinen Vogelhochzeit mit Giraffenbrötchen


Ich bin das, was in Fachkreisen „Lerche“ heißt: Wecker um sechs? Kein Ding. Instantan aufstehen? Macht mir nix! In die Vollen? So ab sieben. Und nach 18 Uhr? Äääh... ja.

Klar: Am Wochenende habe ich nix gegen 'ne Extraportion Kissen und Sonderschichten im Bett. Wenn. Ja, wenn. Freund Biorhythmus nicht wär'. Den hab' ich nämlich auch – millisekundengenau. Und lauter als jeder Wecker.

Wir haben also unsere sieben, acht Stunden geschlafen? Vorher nichts Großes gemacht? Ja, prima! Dann bitte: „Aufstehen! Haaallo! Ich bin waa-hach...!“
Ich denke, es ist nicht ganz falsch, es sich so vorzustellen, wie es sein wird, Kinder zu haben. Nur, dass die serienmäßig mit den Sonderausstattungen Decke-wegziehen und Matratzentranpolin kommen. Welche Freude wird das sein!


Mittwoch, 22. Mai 2013

Ihr Suchergebnis: Chocolate-Chip-Oatmeal-Cookies mit Suchtpotential


Das wievielte Rezept für Chocolate Chip Cookies das hier ist? Keine Ahnung, echt. Google meint was von 36 Millionen Treffern nach 0,25 Sekunden. Aber wiegesagt: Mir wurscht.
Mir reicht zu wissen, dass es dieses gibt. Oder anders: Ich backe es zum zweiten Mal binnen einer Woche – wenn ihr wisst, was das heißt.

Montag, 20. Mai 2013

Spitzenmäßig: Grünspargelravioli in Sahnesauce

Es braucht nicht viele Worte – einen Markt, einen Herd, vielleicht anderthalb Stunden. Aus Stangen werden Würfel, aus Sahne Saucen. Weiche Bahnen ebnen den Weg.
Für Mädels, deren Kerle Spargel schmähen.

Der verträgt sich prima mit cremigem Käse, leichter Schärfe und Rosmarin.
Ein paar Brocken Parmesan, eine Schüssel Salat.

Bon appétit.


Montag, 13. Mai 2013

Ich rate zu: Rhabarber-Kokos-Konfitüre


Kommt er Euch schon zu den Ohren raus? In Sachen Rhabarber kenn' ich ja nix! Es ist eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, dass dies erst das dritte Rhabarberrezept ist, das hier über die Theke geht. Rhabarber ist schließlich eins dieser Obste Gemüse, die ich so heiß und innig liebe, dass ich – so denn Saison – ganze Jahresernten vertilge, damit es mir die nächsten dreihundert Tage reicht.

Beim letzten Einkauf war ich trotzdem ein bisschen überoptimistisch, als locker ein Pfund durch die Kasse ging: 175 Gramm im Kuchen, 125 in der Sauce – und wohin jetzt mit den übrigen 250?
Nach dem Putzen waren's gleich nur noch 200. Ich stierte auf die Stängelchen. 'N Marmelädchen wäre nett. Aber aus 200 Gramm? Irgendwie... popelig.
Außerdem stand da immer noch dieses halbe Portiönchen Kokosmilch. Und vom Gelierzucker gab's nur einen traurigen Rest... – HA!
War da nicht jüngst dieser fantastische Einfall, Kürbis und Kokos gemeinsam in ein Schraubglas zu kochen? Der Knüller! Warum also nicht... Kokos und Rhabarber?!

Samstag, 11. Mai 2013

Und führe uns gern in Versuchung: Feta-Falafel mit Rhabarber-Erdnusssauce und Fladenbrot

Wir können nahtlos anschließen: So immun ich also gegen kostspielige Hochglanzmagazine bin, so hoffnungslos verfallen bin ich allem, was mich d'rumherum anspringt: Rezeptekärtchen im Biomarkt? Eine neue Schrot und Korn? Überhaupt: Naturkostmagazine? Her damit – ja, auch die Gemischtwaren hinten auf den Grüne-Kiste-Blättchen!
Nicht, dass ich ideentechnisch so auf 100%-Quoten käme, geschweige denn blindlings alles nachkochte... aber sagen wir: Die Ausbeute ist solide.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Versuch macht kluch: Rhabarbertarte mit Marzipancreme


Gekauft hätte ich sie nicht. Aus dem einfachen Grund, dass ich hochgradig selten Zeitschriften kaufe. Wenn ich beim Durchblättern – und das ist die Regel – zwei, maximal drei Dinge finde, die ich für lesens- bzw. in diesem Falle: nachkochenswert halte, ist mir das zu wenig – in Anbetracht der typischerweise horrenden Preise zumal. (Das gilt – foodbloggeruntypisch – übrigens auch für Kochbücher, aber das nur am Rande.)

Nennt mich überkritisch. Ich diagnostiziere eher: Generation Internet, irreversibel. Ich finde es einfach deutlich praktischer, mein eigenes Rezepteheft zu pflegen - für einen Bruchteil der monatlichen Flatrate- und Stromkosten. Unkompliziert Bilder und Vorlagen zu sammeln, die so lecker und spannend und appetitlich aussehen, dass mir gleich ganz pawlow'sch wird. Ideen, die mich regelmäßig kirre machen, weil ich nicht zwischen zwei oder drei entscheiden muss - sondern mehreren hundert.
Trotzdem – ich sage natürlich nicht Nein, wenn ich einfach mal so probeblättern darf. Schickt mir also Eure deli, danke.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Asia on mind: Salade viêtnamienne

Es gibt hier diesen Vietnamesen. Klein, unscheinbar, zwischen einen Pizza- und einen Sushistraßenverkauf gequetscht. Wer es nicht besser weiß, läuft d'ran vorbei.

Besser nicht: Dieser Vietnamese pfeift auf Mononatriumglutamat und Hühnchen süßsauer. Dieser Vietnamese verkauft feine Reispapierrollen und Phở, vorzügliche Curries - und diese Salate: Geschichtet auf ein großes Nest Reisnudeln gibt es Eisbergstreifen und Gurken, Möhrenraspeln, manchmal Sprossen, und auf jeden Fall: gehackte Erdnüsse. Man kann Hühnchen dazu bekommen, fein mariniertes Rindfleisch oder Tofu. Und immer: Nước chấm.