Montag, 6. Februar 2017

Bagel business: Egg Bagels & Sourdough Bagels

Ich weiß nicht, wo das herkommt. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum Bagels, diese Brötchen mit Loch, auf mich so einen Reiz ausüben. Einen Reiz wie grobporige Krumen, Teigtaschen, oder die Rezepte von Mandy Lee/Lady and Pups.

Vielleicht muss man das einfach so hinnehmen. Das – und die inzwischen eine erkleckliche Sammlung an Ausprägungen: Da wären die klassischen Plain Bagels mit Übernachtgare nach Hefe und mehr, die kernigen Bran Bagels mit Haferkleie oder die dunklen Pumpernickel Bagels.

Zwei wichtige Neuzugänge gibt es seit diesem Wochenende – namentlich „Egg“ bzw. „Sourdough“. Letztere sind Tribut an meinen Ehrgeiz, Gebäcke mit nichts als Wasser, Mehl und Salz zu treiben; erstere – bekannt aus letztjährigem Synchronbageln – huldigen einer zweiten großen und unerklärlichen Liebe: der zu Eiern.

Sonntag, 1. Januar 2017

Ausschuss: Was vom Feste übrig blieb.


Vielleicht ist es eine Frage von Inkonsequenz. Dass ich diesen Blog, der ganz offensichtlich nicht mehr so funktioniert wie noch vor ein, zwei Jahren nicht einfach Blog sein lasse. Tschüß, war schön mit dir – à plus.

Am Anfang, als alles noch toll und neu und aufregend war – wie Anfänge eben so sind – hatten Gedanken um das, was ich der Welt hier feilbot, keinen Platz. Banales wie Grießbrei kam da gleich nach kruden Quicheböden aus Linsenteig und den drölfzigtausend Dingen, die bei Foodgawker und Pinterest „NACHMACHEN!“ schrien. USP, Mehrwert – wozu?

Samstag, 26. November 2016

Kürbis-Lasagne mit Knusperkruste

Woher das feine Safranaroma kommt? Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Es war da, es war gut – Empfehlung.
Weil das manchmal reichen muss.

Sonntag, 13. November 2016

Farben sammeln: Bran Bagels und Aprikosen-Tomaten-Marmelade ohne Gelierzucker

Die Paarung von Aprikose und Tomate gehört im Sommer zu meinen liebsten: Seit Entdeckung des Salats nach Paul Ivic ist beides immer im Haus. Und wenn es irgendwann zu Ende geht mit dem Sommer, mit der Saison, mache ich Marmelade.

Das ist ein bisschen wie bei Frederick*, dem Bilderbuch-Mäuserich, der übers Jahr so viele Farben und Düfte und Genüsse sammelt, dass ihm Wintergrau nichts mehr anhaben kann.

Mit dieser Marmelade funktioniert das auch, wenn sie zusammen mit Cashewbutter auf kernige Bran Bagels geschmiert wird und es draußen regnet und stürmt.

Samstag, 5. November 2016

Das fast (fast) zu fruchtige Früchtebrot mit Amaretto

Wie diese Flasche Amaretto ins Haus gekommen ist – ich weiß es nicht mehr. Sie ist jedenfalls da – und sie ist riesig. Das, was bei gelegentlichen Waffelexzessen draufgeht: vernachlässigbar. Tiramisù: machen wir fast nie, und Stollen gibt’s eben doch nur einmal pro Winter.

Gefundenes Fressen also für meine Aufräumrappel, die im Vorratschrank regelmäßig zu Höchstform auflaufen. Und wehe, es findet sich nach Intensiv-Googlei kein Essen, in dem solche Schrankleichen komplett verschwinden...

So eins zum Beispiel – Volltreffer! 150 Milliliter Amaretto mit einem Schlag vernichtet – und die Küche hat dabei so gut geduftet wie selten (Butter! Orange! Zimt!). Jetzt, anderthalb Monate später, genieße ich ein Früchtebrot (aka „Christmas Cake“), wie es saftiger und fruchtiger nicht sein könnte – übrigens ganz ohne weiteres Tränken. Auch wenn das vielleicht kurios klingt: Diese Fruchtigkeit funktioniert auch ganz hervorragend in herzhafteren Umgebungen: Ich reichte das Brot unter anderem zum Birne-Sellerie-Cappucchino aus Bernadette Wörndls grandiosem Neuling „Obst“ und belegte es mit kräftigem Käse.

Überhaupt frage ich mich gerade, ob es nicht eigentlich sehr in Ordnung wäre, doch nochmal so eine Flasche...