Samstag, 26. November 2016

Kürbis-Lasagne mit Knusperkruste

Woher das feine Safranaroma kommt? Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Es war da, es war gut – Empfehlung.
Weil das manchmal reichen muss.

Sonntag, 13. November 2016

Farben sammeln: Bran Bagels und Aprikosen-Tomaten-Marmelade ohne Gelierzucker

Die Paarung von Aprikose und Tomate gehört im Sommer zu meinen liebsten: Seit Entdeckung des Salats nach Paul Ivic ist beides immer im Haus. Und wenn es irgendwann zu Ende geht mit dem Sommer, mit der Saison, mache ich Marmelade.

Das ist ein bisschen wie bei Frederick*, dem Bilderbuch-Mäuserich, der übers Jahr so viele Farben und Düfte und Genüsse sammelt, dass ihm Wintergrau nichts mehr anhaben kann.

Mit dieser Marmelade funktioniert das auch, wenn sie zusammen mit Cashewbutter auf kernige Bran Bagels geschmiert wird und es draußen regnet und stürmt.

Samstag, 5. November 2016

Das fast (fast) zu fruchtige Früchtebrot mit Amaretto

Wie diese Flasche Amaretto ins Haus gekommen ist – ich weiß es nicht mehr. Sie ist jedenfalls da – und sie ist riesig. Das, was bei gelegentlichen Waffelexzessen draufgeht: vernachlässigbar. Tiramisù: machen wir fast nie, und Stollen gibt’s eben doch nur einmal pro Winter.

Gefundenes Fressen also für meine Aufräumrappel, die im Vorratschrank regelmäßig zu Höchstform auflaufen. Und wehe, es findet sich nach Intensiv-Googlei kein Essen, in dem solche Schrankleichen komplett verschwinden...

So eins zum Beispiel – Volltreffer! 150 Milliliter Amaretto mit einem Schlag vernichtet – und die Küche hat dabei so gut geduftet wie selten (Butter! Orange! Zimt!). Jetzt, anderthalb Monate später, genieße ich ein Früchtebrot (aka „Christmas Cake“), wie es saftiger und fruchtiger nicht sein könnte – übrigens ganz ohne weiteres Tränken. Auch wenn das vielleicht kurios klingt: Diese Fruchtigkeit funktioniert auch ganz hervorragend in herzhafteren Umgebungen: Ich reichte das Brot unter anderem zum Birne-Sellerie-Cappucchino aus Bernadette Wörndls grandiosem Neuling „Obst“ und belegte es mit kräftigem Käse.

Überhaupt frage ich mich gerade, ob es nicht eigentlich sehr in Ordnung wäre, doch nochmal so eine Flasche...

Sonntag, 23. Oktober 2016

Dagegen: Fette Brühe mit Biang-Biang und Kreuzkümmel-Lamm

Auch, wenn ich mit der Gesamtkonzeption dieses „Genuss-Spezials“ nicht beliebig viel anfangen kann: die von DB mobil haben schon ganz recht. „Finden Sie Ihr Thema!“ steht auf Seite 51 unten, darüber: „Trendkost: Mono-Dinner, Popcorn, kalter Kaffee – ständig werden uns neue  Essenstrends serviert.“ Man hätte auch schreiben können: „Is' eh völlig wumpe, weil am Ende schmeckt einer wie alle und morgen jibbet Frischfleisch.“

Die Halbwertszeit solcher Hypes beträgt selten mehr als ein Jahr, vielleicht zwei: Dann hat es ein Trend – sagen wir „Superfood“ – aus den USA über den Teich geschafft, seine Runde durch die deutschsprachige Foodblogosphäre gedreht, den Kochbuchmarkt erschöpft, um überteuert im Supermarktregal zu enden. Spätestens, wenn Aldi und Lidl Chia & Co ins Sortiment integrieren, ist die Sache durch.

Moderne Quacksalberei – gegen die nicht nur ich mir den Mund fusselig rede. Aber wie formuliert es der Kerl gleich so schön? Die Leute wollen verarscht werden.

Diese Suppe distanziert sich aus diesem Grund klar von der New Yorker Brühe-Welle, die gerade um den Globus schwappt. Brühe – oder Neudeutsch „broth“ – ist kein Trend. Brühe, das ist Oma (oder Astrid): Knochen aus der Abfall-Box vom Metzger, ein Suppenhuhn, dem nur Kopf und Krallen fehlen, Stunde um Stunde um Stunde im Topf.

Das alles ist kein bisschen hip und schon gar nicht neu. Auch hier nicht: Die Suppengrundlage nach Mandy Lee habe ich schon einmal ganz ähnlich gekocht. Ihre Nudeln, das Lamm und einzig wahre Chili-Öl sind genauso hinlänglich bekannt. Die Kombination – ebenfalls nach ihrer Vorlage – ist Konzession an eine ganz, ganz alte Liebe. Und dem, der das alles zum Trend erklärt – dem... ach, is' morgen eh egal.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Kartoffelbrötchen mit Lievito Madre über Nacht | #WBD2016

Die Mutterhefe blieb übrig, als ich Freunden zum Einzug das Beilagenbrot buk (Brot und Salz... ). Kartoffeln hatte ein akute Lust ins Haus geholt und ich musste Stefanies perfekte Vorlage nur noch an unsere persönlichen Vorlieben – mehr Substanz in Form von Vollkorn; schöne wilde Porung – angepassen.
Hallo also, World Bread Day!

Alles andere... andermal.